Wie alles begann..
Unsere Geschichte
Unser Gründungsmitglied Andrea verbrachte vor rund dreieinhalb Jahren einen Kurzurlaub in einer Hotelanlage in Lagonissi bei Athen. Dort lebten etwa 40 Streunerkatzen. Viele von ihnen waren unterernährt, krank, blind oder trächtig. Das Ausmaß an Leid und Schmerz in ihren Augen war kaum zu ertragen. Ebenso erschütternd waren die Gleichgültigkeit und die fehlende Empathie vieler Mitarbeitender, Tourist:innen und des Hotelmanagements.
Andrea beschloss, nicht wegzusehen. Über soziale Medien suchte sie nach lokalen Tierschützer:innen, die helfen konnten, das Leben dieser Katzen zu verbessern – mit Erfolg. Nach und nach entstand ein Netzwerk engagierter Menschen in Athen. So wuchsen wir zusammen zu Sunny’s Freunde.
Mit der Unterstützung von Ioanna und Elena konnten alle Katzen der Hotelanlage eingefangen, kastriert und medizinisch versorgt werden. Zudem wurde eine tägliche Fütterung sichergestellt. Die meisten dieser Katzen durften inzwischen in ein neues Leben starten und wurden liebevoll adoptiert.
Doch unsere Arbeit endete dort nicht. In der Nähe des Hotels entdeckten wir weitere Streunerkatzenkolonien, die unter ähnlich schwierigen Bedingungen leben. Auch hier wollten wir nicht wegsehen. Jedes Jahr werden in diesen Kolonien unzählige Katzenbabys geboren – viele von ihnen leiden und sterben jung. Die wenigen, die das Erwachsenenalter erreichen, erwartet oft ein kurzes, hartes und schmerzvolles Leben.
Jedes einzelne Mitglied von Sunny’s Freunde leistet Vergleichbares im eigenen Umfeld und betreut dort Streunerkatzenkolonien. Viele Tierschützer:innen versorgen 20 bis 30 Katzen bei sich zu Hause, einige sogar bis zu 150. Tag für Tag helfen sie mit großem physischem, emotionalem und finanziellem Einsatz.
Sunny war die erste Streunerkatze aus Athen, die wir retten konnten – und er ist der Namensgeber von Sunny’s Freunde.
Andrea begegnete Sunny während desselben Kurzurlaubs in einer Taverne in Athen. Er war klein, sehr dünn und hatte ein blindes, vereitertes Auge. Gemeinsam mit anderen Straßenkatzen bettelte er um Futter. Der Anblick war herzzerreißend. Besonders schmerzlich war erneut die Gleichgültigkeit vieler Gäste und Anwohner gegenüber dem Leid der Tiere.
Andrea musste am nächsten Tag abreisen, doch Sunny ließ sie nicht los. Sie machte Fotos und suchte über soziale Netzwerke nach Hilfe. Mit Erfolg: Die junge Tierschützerin Eftechia meldete sich, und nur vier Tage später konnte Sunny eingefangen werden. Er wurde tierärztlich versorgt und auf seine Reise in die Schweiz vorbereitet. Vier Wochen später holte Andrea ihn persönlich in Athen ab.
Sunny hatte Glück – er gewann gewissermaßen die „Katzenlotterie“. Viele andere Katzen haben dieses Glück nicht.
Und genau deshalb arbeiten wir bis heute gemeinsam daran, das Leid der Streunerkatzen in Athen und Umgebung zu verringern:
mit Verantwortung, Mitgefühl und dem festen Glauben daran, dass jedes Tier eine zweite Chance verdient.
Unser erstes gemeinsames Treffen. Liebe auf den ersten Blick.
Sunny Heute. Angekommen. In Sicherheit. Schmerzfrei. Glücklich und unendlich geliebt.
Sunnys Familie.