Unser Ziel ist es nicht, eine „richtige“ Ernährung vorzuschreiben, sondern Orientierung zu geben – damit jede Katze bestmöglich versorgt wird.
Grundsätzliches zur Katzenernährung
Katzen sind obligate Karnivoren. Das bedeutet:
- sie benötigen tierisches Eiweiß
- Kohlenhydrate spielen nur eine untergeordnete Rolle
- Qualität ist wichtiger als Trends
Eine gute Ernährung sollte:
- zur Katze passen (Alter, Aktivität, Gesundheit)
- gut verträglich sein
- langfristig umsetzbar sein
Nassfutter, Trockenfutter oder beides?
Viele Katzen leben mit Nassfutter oder einer Kombination aus Nass- und Trockenfutter gut.
Unsere Empfehlung ist 80% Nassfutter und 20% Trockenfutter.
Nassfutter unterstützt die Flüssigkeitsaufnahme und entlastet Nieren und Harnwege.
Gerade im Tierschutz sehen wir häufig:
- Katzen, die zu wenig trinken
- Probleme im Harntrakt
- sehr konzentrierten Urin
Gerade nach einer Adoption empfehlen wir, zunächst beim gewohnten Futter zu bleiben und Veränderungen erst später und schrittweise vorzunehmen.
Wie oft füttern?
Katzen sind von Natur aus mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt gewohnt.
Lieber 3-6 kleine Mahlzeiten täglich als 2 grosse.
Katzen lieben Rituale und Sicherheit. Bitte beachte deine Lieblinge täglich immer um etwa die selbe Zeit zu füttern.
Was hat nichts im Katzenfutter verloren?
Zucker
Katzen benötigen keinen Zucker. Er dient ausschließlich der Akzeptanz und kann langfristig Übergewicht, Zahnprobleme und Stoffwechselstörungen begünstigen.
Künstliche Farb- und Aromastoffe
Diese Zusätze haben keinen ernährungsphysiologischen Nutzen für Katzen. Sie sprechen den Menschen an, nicht das Tier.
Unklare Deklarationen
Bezeichnungen wie „tierische Nebenerzeugnisse“ oder „Fleisch und tierische Bestandteile“ ohne genaue Aufschlüsselung lassen keine Rückschlüsse auf Qualität zu. Transparenz ist ein wichtiges Kriterium bei der Futterwahl.
Übermäßige Füllstoffe
Getreide, pflanzliche Nebenerzeugnisse oder stark stärkehaltige Zutaten gehören nicht zur natürlichen Ernährung der Katze. In großen Mengen sind sie unnötig und oft schlecht verwertbar.
Geschmacksverstärker
Katzen sollten ihr Futter gerne fressen, nicht abhängig davon werden. Starke Geschmacksverstärker können dazu führen, dass anderes Futter verweigert wird.
Zugesetztes Salz
Ein geringer natürlicher Salzgehalt ist unproblematisch. Zusätzlich zugesetztes Salz in größeren Mengen ist jedoch unnötig und kann die Nieren belasten.
Zum Schluss
Nicht jedes weniger hochwertige Futter macht sofort krank. Entscheidend ist, was regelmäßig und dauerhaft im Napf landet.